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Social-Media-Marketing für Erlebnis-Locations: Paint & Sip, Escape Rooms, Lasertag & Co.

Warum Erlebnis-Locations auf TikTok und Instagram im Vorteil sind, welche Momente Gäste filmen und wie du aus einzelnen Besuchen einen stetigen Strom an Buchungen machst.

Von Lennart Hahn, Gründer von Whisper

Erlebnis-Locations wie Paint-&-Sip-Studios, Escape Rooms, Lasertag-Arenen, Kochschulen oder Workshops haben auf Social Media einen eingebauten Vorteil: Gäste erleben etwas, das einen Anfang, einen Höhepunkt und ein Ergebnis hat, und das filmen sie gern. Erfolgreiches Marketing heißt hier vor allem, diesen Moment bewusst zu gestalten, Gästen das Posten leicht zu machen und die Videos zu nutzen, um Gruppen und Buchungen für die nächsten Wochen zu gewinnen.

Warum Erlebnis-Locations im Vorteil sind

Ein Restaurant muss sich anstrengen, damit ein Besuch filmenswert wird. Bei einer Erlebnis-Location ist der Besuch selbst schon eine Geschichte: Man probiert etwas Neues, scheitert vielleicht, lacht und hat am Ende ein Ergebnis. Genau solche Geschichten funktionieren auf TikTok und Instagram.

Die Zahlen passen dazu: In Eventbrites „Social Study“ unter 4.051 18- bis 35-Jährigen in den USA und Großbritannien planen 79 %, 2026 mehr Events zu besuchen, und sie sind um 44 % eher bereit, Geld auszugeben, wenn der Ort einzigartig ist. Eine Umfrage der US-Agentur MGH unter 1.139 TikTok-Nutzern ergab, dass 42 % ein Lokal wegen einer unterhaltsam wirkenden Atmosphäre besucht hatten, nachdem sie es auf TikTok gesehen hatten.

Der „Money Shot“: welcher Moment bei dir gefilmt wird

Überlege für deine Location, welcher Moment sich am besten filmen lässt, und gib ihm Raum:

Location Typischer Moment So machst du ihn besser
Paint & Sip, Kreativ-Workshop die fertigen Bilder nebeneinander Präsentation am Ende mit gutem Licht und einer Wand dafür
Escape Room „Wir haben es geschafft!“ Fotospot mit Zeit-Anzeige direkt am Ausgang
Lasertag, Bowling, Minigolf Anzeigetafel und Sieger-Jubel Ergebnisse gut sichtbar und groß anzeigen
Kochschule, Cocktailkurs das fertige Gericht oder der erste Schluck ein kurzer gemeinsamer Anstoß-Moment
Wine Tasting, Gin-Workshop das Probieren und die Reaktionen Gläser, Flaschen und Hintergrund bewusst arrangieren

Wichtig: Der Moment sollte natürlich wirken. Ein kurzer Hinweis vom Team („Jetzt ist der beste Zeitpunkt für ein Foto“) genügt, eine inszenierte Posing-Pause wirkt dagegen schnell gestellt.

Aus Besuchen Videos machen

Das Posten leicht machen

Dein Handle, deine Stadt und ein Hashtag gehören sichtbar in den Raum: auf die Anleitung, an die Wand beim Fotospot, auf die Rechnung oder Buchungsbestätigung. Wer filmt, soll nicht erst suchen müssen, wie er dich markiert.

Gruppen ansprechen

Erlebnis-Locations leben von Gruppen: Junggesellenabschiede, Geburtstage, Teamevents, Freundesgruppen. In einer Gruppe filmen oft mehrere Menschen gleichzeitig, und jedes Video erreicht einen anderen Freundeskreis. Ein kurzer Satz bei der Begrüßung, dass ihr euch über Videos freut, reicht oft schon.

Posten belohnen

Mit einem Anreiz posten deutlich mehr Gäste. Ein Rabatt belohnt jeden Post gleich, eine Bezahlung pro View belohnt nur Posts, die wirklich gesehen werden. Wer Gäste belohnt, muss darauf achten, dass die Beiträge als Werbung gekennzeichnet werden. Mehr dazu in UGC für Gastronomie und Erlebnis-Locations.

Freie Plätze mit Creatorn füllen

Schwach gebuchte Kurstermine oder Slots unter der Woche sind ideal für Creator-Abende: Du hast Plätze frei, die Creator bekommen ein echtes Erlebnis, und ihre Videos werben für die nächsten Termine. Wie du so einen Abend planst, zeigt Influencer-Event planen.

Vom Video zur Buchung

Videos bringen Aufmerksamkeit, aber gebucht wird nur, wenn der nächste Schritt einfach ist:

  • Buchungslink im Profil: Der Link in deinen Social-Media-Profilen sollte direkt zur Terminbuchung führen, nicht zur Startseite.
  • Termine sichtbar machen: Wer ein Video sieht, will wissen, wann der nächste freie Termin ist. Zeig kommende Termine und freie Plätze deutlich.
  • Gruppenangebote parat haben: Viele Anfragen nach einem Video lauten „Geht das auch für 12 Leute?“. Ein fertiges Gruppenpaket beschleunigt die Buchung.
  • Nachfragen, woher Buchungen kommen: Ein Feld „Wie hast du von uns erfahren?“ im Buchungsformular zeigt dir, welche Kanäle wirken.

Die besten Videos weiter nutzen

Nicht jedes Video läuft gleich gut. Wenn ein Gäste-Video organisch deutlich mehr Menschen erreicht als die anderen, lohnt es sich, genau dieses Video mit Werbebudget weiter auszuspielen, zum Beispiel gezielt an Menschen in deiner Stadt. So investierst du Werbegeld in einen Inhalt, der nachweislich funktioniert, statt in einen Werbeclip, von dem du nur hoffst, dass er ankommt. Voraussetzung ist, dass die Person, die das Video erstellt hat, der Nutzung zustimmt.

Whisper ist auf genau dieses Vorgehen ausgelegt: Gäste und Creator posten über ihren Besuch, du zahlst pro geprüftem View mit einem Limit pro Video, und die Videos, die am besten laufen, kannst du anschließend mit Werbebudget skalieren. Über Whisper laufen unter anderem Kampagnen von Paint-&-Sip-Studios, Kreativ-Workshops und Lasertag-Arenen.

Häufige Fragen

Welche Social-Media-Plattform ist für Erlebnis-Locations am besten?

TikTok und Instagram Reels, weil beide auf kurze Videos setzen und Inhalte auch Menschen zeigen, die dir noch nicht folgen. Für die Entdeckung durch junge Zielgruppen ist TikTok besonders stark, Instagram eignet sich zusätzlich gut als Visitenkarte mit Buchungslink.

Was sollten Escape Rooms oder Paint-&-Sip-Studios auf Social Media posten?

Den Moment, den Gäste ohnehin filmen würden: das fertige Bild, den erfolgreichen Ausbruch, die Siegerehrung. Dazu Blicke hinter die Kulissen und vor allem Videos von echten Gruppen, die Spaß haben.

Wie bekomme ich mehr Gruppenbuchungen über Social Media?

Mit Videos von Gruppen, einem gut sichtbaren Buchungslink und einem fertigen Gruppenangebot mit festem Preis pro Person. Viele Gruppen buchen, nachdem sie ein Video von einer ähnlichen Gruppe gesehen haben.

Muss ich selbst regelmäßig Videos produzieren?

Nicht unbedingt. Ein eigener Account mit gelegentlichen Videos hilft als Visitenkarte, aber die meiste Reichweite kommt oft von Videos, die Gäste und Creator selbst posten.

Fazit

Erlebnis-Locations haben auf Social Media einen natürlichen Vorteil: Der Besuch ist bereits eine Geschichte. Nutze ihn, indem du den besten Moment bewusst gestaltest, Gästen das Posten leicht machst, freie Termine mit Creatorn füllst und die erfolgreichsten Videos gezielt weiter bewirbst. So wird aus jedem Besuch Werbung für die nächste Buchung.

Quellen